Trialoge® Als Wegbereiter für Verständigung

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Die Demokratie genießt allgemein hohe Zustimmung in der Gesellschaft – ihre alltägliche Praxis wird jedoch zunehmend skeptisch bewertet. Viele Bürgerinnen und Bürger sehen ihre Interessen nicht mehr angemessen vertreten. Die Gründe reichen von Kritik an unzugänglichen Institutionen und Entscheidungsprozessen bis hin zur Schwierigkeit, einen Interessenausgleich in einer hochgradig individualisierten Gesellschaft herzustellen. Hinzu kommt Unbehagen darüber, dass die Globalisierung die Entscheidungsreichweite nationaler Regierungen schmälert.

Wir brauchen neue Dialogansätze, um Demokratie in der Praxis wieder attraktiv zu gestalten und das Vertrauen der Gesellschaft in demokratische Prozesse zu stärken. Aktuelle globale Herausforderungen wie Klimawandel oder Migration erfordern eine vertrauensvolle und offene Diskussion, auf deren Basis nachhaltige Lösungen gemeinsam entwickelt werden können.

Wie stärken mit ihren Aktivitäten und Projekten diese Basis. Insbesondere das von uns entwickelte Trialog®-Verfahren kann das Vertrauen in politische Entscheidungsprozesse und in deren Ergebnisse fördern und so eine gemeinwohlorientierte Politik unterstützen.

DAS KONZEPT DER TRIALOGE®

Unsere Trialoge® sind eintägige Multi-Stakeholder-Diskussionen mit rund 40-60 Vertreter*innen aus Politik, Wirtschaft, organisierter Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Medien. In den Trialogen® diskutieren diese Akteure zu aktuellen und zukünftigen Herausforderungen auf Augenhöhe.

Die Trialoge schaffen einen vertraulichen und zugleich offenen Diskussionsrahmen, in dem vielfältige Positionen und Anliegen sich aufeinander Bezug nehmen – unabhängig von den unterschiedlichen Machtpositionen der Stakeholder. Die Trialoge unterscheiden sich damit von klassischen Beratungsformaten, Anhörungen, Lobbygesprächen oder Sachkonferenzen.

Die Trialoge® leisten einen Beitrag für: …

nachhaltige politische Entscheidungen, …

eine systematische Teilhabe der Zivilgesellschaft, …

verantwortungsbewusstes Wirtschaften und …

eine gesellschaftliche offenen, lösungsorientierte Wissenschaft.

Perspektivenvielfalt organisieren

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Trialoge bringen viele unterschiedliche, insbesondere auch miteinander in Konflikt stehende Perspektiven zusammen. Je mehr Positionen Eingang in die Diskussion finden, um so breiter ist die Erkenntnisgrundlage für nachhaltige Entscheidungen. Wir fördern so eine gemeinwohlorientierte Verständigung von Stakeholdern aus Politik, Wirtschaft, organisierter Zivilgesellschaft, gemeinsam mit Medien und Wissenschaft. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Funktionen, Erfahrungen und Machtpotenziale decken diese Akteursgruppen ein repräsentatives Spektrum gesellschaftlicher Perspektiven ab:

  • Demokratische Politik ist durch Wahlen zu kollektiv verbindlichen Entscheidungen legitimiert und berufen. Sie hat insgesamt die Aufgabe, sehr verschiedene gesellschaftliche Interessen und Machtpotenziale auszugleichen und zu integrieren. Zugleich ist ihre Entscheidungsmacht aufgrund globaler Abhängigkeiten sowie innergesellschaftlicher Gegensätze einerseits zunehmend begrenzter, andererseits zunehmend komplexer.
  • Der Unternehmenssektor verfügt über keine demokratische Legitimation, hat aber über die letzten Jahrzehnte eine zentrale und globale Machtstellung gewonnen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass er im Austausch unterschiedlicher Perspektiven berücksichtigt wird. Viele Unternehmen haben überdies erkannt, dass langfristiger wirtschaftlicher Erfolg nur im Rahmen eines befähigenden Umfeldes mit demokratischen und verantwortungsvollen Prinzipien gewährleistet ist, für das sie auch Verantwortung tragen.
  • Die organisierte Zivilgesellschaft ist nicht von Wahlen abhängig und ist in ihren Aktivitäten nicht der Pflicht zu Machtkompromissen unterworfen. Sie genießt – wenn sie gemeinnützig und transparent handelt – gesellschaftliches Vertrauen. Die Zivilgesellschaft ist ein wichtiger Motor für soziale Innovationen und wird oft als Korrektiv gesellschaftspolitischer Fehlentwicklungen aktiv.
  • Die Wissenschaft bringt ihre Erkenntnisse in die gesellschaftlichen Argumentationen ein. Der wechselseitige Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft verbindet unterschiedliche Wissenstypen und ermöglicht fundierte Erkenntnisse.
  • Wenn Medien an der öffentlichen Kommunikation der ausgetauschten Argumente teilnehmen, können sie Diskussionsergebnisse der breiteren Öffentlichkeit zugänglich machen und die gesellschaftliche Verständigung unterstützen.
Argumente begründen

Die Trialoge zeigen nicht nur die Vielfalt der Argumente der Stakeholdergruppen auf. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer müssen ihre Position auch begründen und in Bezug zu bereits genannten Argumenten stellen. Auf diese Weise können die unterschiedlichen
Standpunkte – unterstützt durch die öffnende und zusammenführende Moderation der
Trialoge – miteinander verknüpft werden. Der Diskurs kann so neue Richtungen einnehmen, in denen breit akzeptierbare Lösungen für politische und gesellschaftliche Herausforderungen entstehen. Mit unserem Diskussionsansatz überwinden wir oft HVGP TUTR Tourismus Deckblatt Web JPG 20191031 724x1024 - Trialoge® Als Wegbereiter für Verständigungfestgefahrene politische Debatten. Im Mittelpunkt der Trialoge steht folgende Frage: Wo treffen sich die unterschiedlichen wohlverstandenen Eigeninteressen der Teilnehmenden und ermöglichen gemeinsame Perspektiven, die das Gemeinwohl berücksichtigen?

Grundkonsense aufzeigen

Wir sorgen dafür, dass die Ergebnisse eines Trialogs nachvollziehbar und transparent dokumentiert werden. Deshalb ist die gründliche Aufbereitung der Ergebnisse ein essentieller Bestandteil unseres Trialog-Konzepts. Über eine wissenschaftliche Auswertung des Transkripts ermitteln wir die Schnittstellen der unterschiedlichen Argumentationen und gemeinsame Handlungsfelder der Akteure. Wir identifizieren Grundkonsenskorridore und bereiten dadurch den Weg für Verständigungen und nachhaltige Lösungen von gesellschaftlichen Herausforderungen.

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Datum: 28.08.2017
Sprache: Deutsch