Veranstaltungen, Videos und Publikationen zu aktuellen Menschenrechtsthemen

Menschenrechte sind heute universelle Normen und Standards die unser tägliches Leben, unsere Arbeitswelt und Freizeit allumfassend steuern und moderieren. Ob gesunde Umwelt, faire Gerichtsverfahren und gute Arbeitsbedingungen, Glaubens- und Religionsfreiheit, Meinungs- oder Pressefreiheit und das Recht jederzeit sein Land verlassen zu können bis hin zur körperlichen und psychischen Unversehrtheit, kein moderner Arbeitsplatz, keine Sicherheits- und Außenpolitik und kein Demokratie kommt ohne diese Menschenrechte als Leitprinzipien aus. Im Dialog mit Wirtschaft- und Finanzvertretern, mit Politikern, Diplomaten und Zivilgesellschaft beraten und informieren wir über die Auswirkungen von Nichteinhaltung der Menschenrechte im öffentlichen und privaten Sektor, aber auch über die Chancen, welche die Menschenrechte für eine nachhaltige Wirtschaft-, Klima-, Sozial, Arbeits- Außen-, Umwelt-, Migrations- oder Sicherheitspolitik haben kann.

Anja Mihr erklärt die Grundlagen der Universalität und wie sich dieses Konzept von der internationalen Politik unterscheidet. (in EN)

Mihr, A. (Academic). (2016). Universality [Streaming video]. Retrieved from SAGE Video.

Anja Mihr erläutert nicht-verbindliche Übereinkünfte (sog. soft law), und wie diese von internationalen Gerichten in durchsetzbares Gesetz umgewandelt werden. (in EN)

Mihr, A. (Academic). (2016). Universality [Streaming video]. Retrieved from SAGE Video.

Anja Mihr beschreibt das Konzept des Multi-Akteurs-Ansatzes für Menschenrechte und wer an solchen Diskussion beteiligt sein sollte. (in EN)

Mihr, A. (Academic). (2016). Universality [Streaming video]. Retrieved from SAGE Video.

Workshop: Cyber Justice - Human Rights based approach to Internet Governance (27. Dezember 2017)

Die zukünftige Steuerung und Verwaltung von Big Data, Provider und ICT im Internet hängt davon ab, wie wir gemeinsame Regeln für das Internet definieren, organisieren und einhalten. Diese Regeln wiederrum werden durch die Zusammenarbeit zwischen Regierungen, zivilen / nutzerorientierten und Unternehmen geprägt. Wir werden “alle” dafür verantwortlich sein, die Menschenrechtsstandards im Internet, wie Freiheits- und Datenschutzrechte, zu schützen und die Aktivitäten der Menschen in diesem Bereich zu fördern. Angesichts der wachsenden Reichweite von Kommunikation und Interaktionen im Internet zeigt Anja Mihr, wie Menschenrechte und Governance-Systeme an das Cyberspace angepasst werden können, um mehr Rechenschaftspflicht, Transparenz und Interaktion zwischen denjenigen, die das Internet nutzen und denen, die es verwalten und Internetdienste bereitstellen.

Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite der Hebrew University of Jerusalem.

Menschenrecht Religionsfreiheit – eine aktive und passive Herausforderung (8. Dezember 2017)
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© Schader Stiftung

 

Der Schutz religiöser Minderheiten ebensowie der Schutz vor Missbrauch von Religion durch fundamentalistische und extremistische Organisationen markieren bis heute ein Spannungsfeld, das während der eintägigen Fachtagungzu diskutiert wurde.

Aus juristischer und sozialwissenschaftlicher Sicht, aus theologischen und historischen  Perspektiven bezeichnet Religionsfreiheit bereits ein komplexes Themenfeld. Nimmt man die Interessen aus der Praxis – von Organisationen mit den Schwerpunkten Menschenrechte und Entwicklungshilfe, von größeren und kleineren religiösen Gruppierungen sowie von staatlichen Akteuren – hinzu, ergibt sich ein multiperspektivischer Zugang zur bleibenden Herausforderung einer aktiven und passiven Religionsfreiheit in heterogenen Gesellschaften.

Den Abschluss bildete eine Podiumsdiskussion zwischen Prof. Dr. Dr. h.c. Angelika Nußberger, Europäischer Gerichtshof, und Prof. em. Dr. jur. Rudolf Steinberg, Goethe-Universität Frankfurt, moderiert von Dr. Anja Mihr, Humboldt-Viadrina Governance Plattform. Thema hierbei war das Wiedererstarken von Religionen, deren Verhältnis zu Menschenrechten und die Frage der jeweiligen Wirkungsmacht in Gesellschaften.

Die Tagung wurde gefördert vom Projektbüro Reformationsdekade der Evangelischen Kirchein Hessen und Nassau – 500 Jahre protestantische Reformation boten für die Tagung die Rahmung für den wissenschaftlichen und praktischen Austausch über das Menschenrecht auf Religionsfreiheit.

Die Tagung wurde ausgerichtet vom Arbeitskreis Menschenrechte der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft (DVPW), dem HUMBOLDT-VIADRINA Centers on Governance through Human Rights, in Kooperation mit der Schader-Stiftung.