Neue Urbane Agenda Berlin (2018-2020)

Berlin wächst unerwartet dynamisch. Die Infrastruktur der Stadt ist darauf noch nicht vorbereitet. An den zahlreicher werdenden Flächen- und Nutzungskonflikten wird deutlich, dass die Gestaltung der Stadt eine produktive und verständigungsorientierte Auseinandersetzung unterschiedlicher gesellschaftlicher Interessengruppen braucht, um nachhaltige Lösungen zu entwickeln. Die großen Transformationen durch Urbanisierung und Klimawandel führen auch zu neuen Anforderungen an Wissenschaft und Universitäten. Neben der Erforschung des Ist-Zustandes, der Problemlagen sowie der Entwicklung von tragfähigen Zukunftsszenarien, gilt es, Konzepte, Initiativen, Instrumentarien und Maßnahmen zu entwickeln, die eine notwendige Transformation gestalten helfen.

Für die Zukunft Berlins ist es wichtig, die Verkehrsinfrastruktur an zukünftige Bedarfe anzupassen, Lösungen zur Integration von Zugewanderten umzusetzen, den zunehmenden Tourismus nachhaltig zu gestalten, sowie den Bewohnerinnen und Bewohnern bedarfsgerechten Wohnraum zur Verfügung zu stellen. Das transdisziplinäre Projekt „Neue Urbane Agenda Berlin“ hatte zum Ziel zum Verständnis aktueller und zukünftiger Herausforderungen der wachsenden Stadt beizutragen und strebte die verständigungsorientierte Auseinandersetzung unterschiedlicher gesellschaftlicher Interessengruppen an. Mittels Trialogen® und trialogischen Projektgruppen wurden unter Beteiligung aller Stakeholder – aus Politik und Verwaltung, organisierter Zivilgesellschaft, lokaler Wirtschaft und Wissenschaft – konkrete transdisziplinäre Handlungsstrategien entwickelt und neue Impulse für die Berliner Stadtgesellschaft gesetzt.

Innerhalb der zwei Jahre Projektlaufzeit (2018 bis 2020) veranstaltete die TU Berlin, in Zusammenarbeit mit der HUMBOLDT-VIADRINA Governance Platform vier Trialoge® und vier trialogische Projektgruppen zu den stadtpolitischen Herausforderungen Mobilität, Zuwanderung, Wohnen und Tourismus. Dabei wurde der gesamte transdisziplinäre Prozess – von der Definition eines Handlungsfeldes oder einer Forschungsfrage, über die Entwicklung eines konkreten Projektdesigns bis hin zu der Umsetzung des Projektes – durch das aktiv begleitet. Das Projekt deckte aktuelle Forschungsbedarf auf, generierte neue Erkenntnisse und neues Wissen durch Verständigung, um Handlungsoptionen abzuleiten und diese in Modellvorhaben weiterzuentwickeln und zu erproben.

Vorgängerprojekt:

Im Rahmen der Trialog-Reihe “Aufbruch Stadt: Für zukünftige Infrastrukturen” (2016) diskutierten Akteure aus der Stadtgesellschaft mit Wissenschaftler*innen, um zu transdisziplinär orientierten Fragestellungen und Projektideen zu gelangen. Transdisziplinäre Trialoge wurden von der Technischen Universität Berlin und der HUMBOLDT-VIADRINA Governance Platform gemeinsam entwickelt, um für die vieldiskutierten Forderungen nach gesellschaftlicher Anschlussfähigkeit von Forschung durch transdisziplinäres Arbeiten eine geeignete Methode zu schaffen. Im Rahmen der Trialog-Reihe diskutierten Akteure aus der Stadtgesellschaft mit Wissenschaftler*innen, um zu transdisziplinär orientierten Fragestellungen und Projektideen zu gelangen. Im Rahmen des Projektes wurden über einen Zeitraum von elf Monaten (Februar 2016 – Dezember 2016) insgesamt vier Trialoge für die TU Berlin vorbereitet und durchgeführt.

Weitere Informationen über die gemeinsamen Aktivitäten zum Ausbau und zur Förderung des transdisziplinären Forschungsprinzips an der TU Berlin finden Sie hier. Über den Mehrwert der Trialoge für transdisziplinäre Forschung spricht Prof. Dr.-Ing. Christine Ahrend, Vizepräsidentin der TU Berlin hier.

Gefördert durch:
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Ein gemeinsames Projekt von:
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