Trialog: “Wohnen in Berlin – Perspektiven für die wachsende Stadt”

Berlin wächst. Wie Wohnen in der Stadt in Zukunft gestaltet werden sollten, diskutierten am 6. Februar 2019 insgesamt 64 Akteure aus Wissenschaft, Politik und Verwaltung, organisierter Zivilgesellschaft und Wirtschaft auf Einladung von Prof. Dr. Gesine Schwan von der HUMBOLDT-VIADRINA Governance Platform und Prof. Dr.-Ing. Christine Ahrend von der TU Berlin.

Transdisziplinäre Trialoge zielen auf die Vernetzung von Wissenschaft und Praxis, um durch gemeinsames Forschen zukunftsweisende Wege in der Stadtentwicklung aufzuzeigen. Prof. Jochen Rabe von der TU Berlin betonte im Trialog die Relevanz von Wissenschaft-Praxis-Kooperationen: „Die Wohnungsfrage ist eine zentrale Frage in der Stadtentwicklung. Dabei stellt uns die Geschwindigkeit des Wandels von heute und morgen vor neuartige Herausforderungen, denen nur durch transdisziplinäre Kooperation begegnet werden kann“.

Aus der Akteursgruppe der Politik sprachen Senatorin Katrin Lompscher für die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen sowie Dr. Frank Nägele, Staatssekretär für Verwaltungs- und Infrastrukturmodernisierung in der Senatskanzlei über zukünftige Schwerpunkte im Wohnungsbau in Berlin.

Aus Sicht der Zivilgesellschaft plädierte Alice Grindhammer vom CRCLR House für Zirkularität im Wohnungsbau: „Wohnen sollte – egal, ob auf dem Land oder in der Stadt – in Zukunft sozial gereicht UND ökologisch nachhaltig gedacht und umgesetzt werden. Zirkularität ist die Antwort auf beide Forderungen. Wir finden: Die Stadt der Zukunft braucht zirkuläres statt lineares Denken, Bauen und Entwickeln“.

Als Vertreter der Wirtschaft benannte Alexander Happ, Geschäftsführer der BUWOG Group, seine Ideen für Wohnungsbau der Zukunft: „Wir brauchen mehr Forschungsunterstützung etwa für Smart City und Klimaschutz eine wirklich vorausschauende Wohnungspolitik, die gefördertes Wohnen nicht möglichst billig, sondern nach dem Wiener Modell möglichst gut will“ (Alexander Happ, BUWOG Bauträger GmbH)

Das Diskussionsformat der Trialoge ist auf Perspektivenvielfalt und Verständigung ausgelegt und will transdisziplinäre Arbeitsgruppen zwischen Wissenschaft und Stadtgesellschaft initiieren. Weitere Informationen über das Projekt „Neue Urbane Agenda Berlin“ finden auf den Projektseiten der TU Berlin und der HUMBOLDT-VIADRINA Governance Platform.