EnVision – Eine Vision für die Energiewende gestalten (2019 – 2020)

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Nur mit einer erfolgreichen Energiewende kann Deutschland seine Klimaziele erreichen. Doch obwohl ein Großteil der Bevölkerung, Industrie, Politik und Wissenschaft die Energiewende befürwortet, gerät sie ins Stocken. Es fehlt eine positive Vision, die Gewinne und Chancen stärker sichtbar machen kann und hilft, langfristige Rahmenbedingungen zu setzen. Das Projekt „EnVision – Eine Vision für die Energiewende gestalten“ zeigt Spannungsfelder und Wertekonflikte in der Energiewende auf und erarbeitet Vorschläge für politische Entscheidungsträger*innen, um eine gemeinsame Vision zu entwickeln.

Das Projekt soll dazu beitragen, den aktuellen Stillstand in der Energiewende aufzulösen und die Debatten um Energiewende und Klimaschutz stärker miteinander zu verknüpfen. Eine Diskussion nur über Technologien und quantitative Ziele reicht dafür nicht aus. Genauso müssen normative und gesellschaftliche Fragen beantwortet werden. Dabei will das Projekt “EnVision“ keine Vision vorgeben, sondern anhand von Beispielen und Grundsätzen aufzeigen, wie eine Vision entwickelt werden kann und damit eine Basis schaffen.

Projektergebnisse werden im Rahmen verschiedener Dialogformate erarbeitet, die Diskussionen werden anhand eines Impulspapiers strukturiert. Das Projekt wird begleitet von einer Arbeitsgruppe ehrenamtlicher Mitglieder der deutschen Akademie der Technikwissenschaften sowie einem Beirat mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern aus verschiedenen Stakeholdergruppen.

Die HUMBOLDT-VIADRINA Governance Platform führt das Projekt gemeinsam mit acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften durch. Das Projekt wird gefördert von der innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft.

 

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Stimmen der Projektteilnehmer*innen

BH Deutscher Bundestag Inga Haar breit Urheber 1 300x300 - EnVision - Eine Vision für die Energiewende gestalten (2019 - 2020)

 

„Die lokale Ebene muss überzeugen können, dafür muss die ,hohe Politik’ vernünftige Argumentationslinien aufzeigen und diese müssen in gesellschaftlicher Debatte als sinnhaft erachtet werden.“

Barbara Hendricks, MdB SPD-Fraktion

 

 

 

 

 

 

W Axthelm 300x300 - EnVision - Eine Vision für die Energiewende gestalten (2019 - 2020)

 

„Derzeit herrscht eher ungeordneter Stillstand statt Aufbruch nach vorn. Ziele und Visionen müssen verinnerlicht werden. Es reicht nicht, sie in große Dokumente zu schreiben, sondern es gilt die Ziele im täglichen Politikgeschäft zu leben und als Begründung für mutige Schritte zu nutzen.“

Wolfram Axthelm, Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.

 

 

 

 

 

Rene Mono 300x300 - EnVision - Eine Vision für die Energiewende gestalten (2019 - 2020)

 

„Es gibt derzeit Visionen, die sich widersprechen. Was wir brauchen, ist eine gesellschaftliche und politische Priorisierung, welchen Weg wir gehen wollen.

Dr. René Mono, 100 prozent erneuerbar stiftung

 

 

 

 

 

 

Lucia Reisch 1 300x300 - EnVision - Eine Vision für die Energiewende gestalten (2019 - 2020)

 

„Wir brauchen eine über Parteigrenzen hinweg getragene Verständigung darüber, wohin wir wollen, wie groß die Aufgabe ist und auch darüber, dass es eine nationale Kraftanstrengung ist, von der wir am Ende alle gewinnen können.“

Prof. Dr. Lucia Reisch, Copenhagen School of Business

 

 

 

 

 

 

Lukas Köhler 1 300x300 - EnVision - Eine Vision für die Energiewende gestalten (2019 - 2020)

 

„Ich hoffe, dass sich 2030 die Gesellschaft hinter einer gemeinsamen Vision versammeln kann nach dem Motto ,from acceptance to embracement’.”

Lukas Köhler, MdB FDP-Fraktion

 

 

 

 

 

 

Pia Haase 300x300 - EnVision - Eine Vision für die Energiewende gestalten (2019 - 2020)

 

„Meine Sicht auf die bisherigen Klimaschutzmaßnahmen der Bundesregierung hat sich bestärkt: diese sind unzureichend. Ich erinnere mich noch an die Formulierung ‚im Rahmen des Möglichen‘ von Fr. Merkel, die nun nochmal eine andere Bedeutung haben. Denn wir haben gesehen was möglich wird, wenn eine Krise wirklich als Krise verstanden wird. Dann sind Gesellschaft und Politik zu weitreichenden Schritten bereit.“

Pia Haase, Fridays for Future

 

 

 

 

 

M Schreier 300x300 - EnVision - Eine Vision für die Energiewende gestalten (2019 - 2020)

 

„Eine Vision sollte drei Aspekte erfüllen: Erstens, sie sollte sich nicht auf die Energiewende beschränken, sondern alle Lebensbereiche adressieren. Zweitens sollte sie ambitioniert sein und eine klare Richtung vorgeben. D.h. auch Zielkonflikte zu klären und sich nicht nur auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zu vereinbaren. Und drittens sollte sie gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern entwickelt werden.“

Marian Schreier, Bürgermeister Tengen

 

 

 

 

 

R Tryfonidou 300x300 - EnVision - Eine Vision für die Energiewende gestalten (2019 - 2020)

 

„Es gibt auch Parallelen zwischen der Corona-Pandemie und der Energiewende. Wir hatten jetzt zum ersten Mal eine sehr starke Präsenz der Wissenschaft. Das ist eine neue Art, wie die Gesellschaft mit so einer Herausforderung umgeht, das haben wir jetzt gesehen.“

Dr. Rodoula Tryfonidou, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

 

 

 

 

 

 

Michael Rodi 300x300 - EnVision - Eine Vision für die Energiewende gestalten (2019 - 2020)

 

„Es sind die Kommunen als kleinste staatliche Einheit, die sich mit Fragen der Akzeptanz und Bürgerbeteiligung auseinander zu setzen haben. Deshalb muss man bei der Förderung von Akzeptanz auch hier ansetzen. Fragen der Mobilität und der Gestaltung des öffentlichen Raums spielen dabei eine zentrale Rolle. Politikgestaltung kann an dieser Stelle richtig spannend werden.“

Prof. Dr. Michael Rodi, Universität Greifswald

 

 

 

 

 

 

EnVision Halbzeitbilanz: Visionen als Antrieb für die Energiewende 31.07.2020

Halbzeit im Projekt EnVision: Können gemeinsame Visionen die Energiewende erleichtern?

Dieser Frage geht das Projektteam aus der HUMBOLDT-VIADRINA Governance Platform und acatech gemeinsam mit weiteren Expertinnen und Experten aus dem Energiebereich seit November 2019 nach. Mehrheitlich wurde dies bejaht. Im nächsten Schritt erörtern die Projektbeteiligten nun, wer Visionen gestalten sollte und wie sie in die Gesellschaft hineinwirken könnten.

Das Energiesystem ist mehr als Technik und Wirtschaft – Werte, Umwelt und Soziales müssen mitdiskutiert werden

Viele der Befragten und Teilnehmenden sind sich einig: Eine Diskussion nur über Technologien und quantitative Ziele der Energiewende reicht nicht aus, um die Gesellschaft für die Transformation zu gewinnen. Genauso müssen normative und gesellschaftliche Aspekte adressiert werden. „Technisch und ökonomisch wissen wir ja, wie die Energiewende funktionieren kann – jetzt müssen wir gemeinsam schauen, wie das Ganze gesellschaftlich gangbar und zügig umsetzbar ist“ (Frank-Detlef Drake – innogy SE).

Die vollständige Newsmeldung finden Sie hier.

Informationen zur Auftaktveranstaltung: Steuerungstreffen 28.01.2020

Auf der Auftaktveranstaltung am 28. Januar 2020 diskutierten 17 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, welche Entwicklungen die Energiewende derzeit ausbremsen und wie bestehende Widersprüche und Spannungsfelder überwunden werden könnten. Eine zentrale Frage war, ob dazu eine gemeinsame Vision notwendig sei und wie diese gestaltet werden müsste, um die Mehrheit der Gesellschaft zu motivieren.

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Eröffnet wurde die Veranstaltung von Reinhard F. Hüttl, Vizepräsident von acatech. „Es braucht einen gesellschaftlichen Konsens für eine emissionsarme Zukunft. Wir brauchen eine gemeinsame Vision. Aber diese Vision muss auch erreichbar sein“, erklärte Reinhard Hüttl. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung vertraten verschiedene Auffassungen zum Nutzen einer Vision für die Energiewende. Grundsätzlicher Tenor: Zukunftsbilder können einen wichtigen Beitrag leisten, sofern sie glaubwürdig und vertrauensbildend entwickelt werden. Doch eine einzige Vision allein kann es nicht geben – dafür ist der Wandel zu umfassend und vielschichtig. Die Treibhausgasemissionen in Europa deutlich zu senken, könnte ein gemeinsamer Zielpunkt sein. Der Weg dorthin müsse allen gesellschaftlichen Akteuren jedoch transparent und nachvollziehbar vermittelt werden. „EnVision soll ein Projekt sein, das Mut macht und Angst nimmt“, fasste Pia Haase, eine der Sprecherinnen von Fridays for Future Berlin, zusammen.

Einig waren sich die Teilnehmenden darin, dass die Motivation für Umsetzung der Energiewende auf der lokalen Ebene beginnt. Städte und Kommunen engagieren sich bereits auf vielfältige Weise im Klimaschutz und in der Energieerzeugung vor Ort. Dort kann Bürgerbeteiligung hautnah erlebt werden. Eine Herausforderung besteht jedoch darin, erfolgreiche Projekte in andere Regionen zu übertragen und auch auf Landes- und Bundesebene zu etablieren. Die Voraussetzungen sind teilweise sehr unterschiedlich, die Perspektiven der Bürgerinnen und Bürger von Ort zu Ort verschieden.

„Wir brauchen einen Grundkonsens darüber, was Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität für uns bedeuten“, schloss die Präsidentin der HUMBOLDT-VIADRINA Governance Platform Gesine Schwan. Die halbtägige Veranstaltung wurde von der Grafik- und Kommunikationsagentur Ellery Studio begleitet. In einem „Gallery Walk“ veranschaulichte diese Konfliktfelder der Energiewende, Best-Practice-Beispiele und die Bedeutung von Visionen, um die Teilnehmenden für die Diskussion zu inspirieren.

 

Die vollständige Newsmeldung zu der Auftaktveranstaltung finden Sie hier.

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