EnVision – Eine Vision für die Energiewende gestalten (2019 – 2020)

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Nur mit einer erfolgreichen Energiewende kann Deutschland seine Klimaziele erreichen. Doch obwohl ein Großteil der Bevölkerung, Industrie, Politik und Wissenschaft die Energiewende befürwortet, gerät sie ins Stocken. Es fehlt eine positive Vision, die Gewinne und Chancen stärker sichtbar machen kann und hilft, langfristige Rahmenbedingungen zu setzen. Das Projekt „EnVision – Eine Vision für die Energiewende gestalten“ zeigt Spannungsfelder und Wertekonflikte in der Energiewende auf und erarbeitet Vorschläge für politische Entscheidungsträger*innen, um eine gemeinsame Vision zu entwickeln.

Das Projekt soll dazu beitragen, den aktuellen Stillstand in der Energiewende aufzulösen und die Debatten um Energiewende und Klimaschutz stärker miteinander zu verknüpfen. Eine Diskussion nur über Technologien und quantitative Ziele reicht dafür nicht aus. Genauso müssen normative und gesellschaftliche Fragen beantwortet werden. Dabei will das Projekt “EnVision“ keine Vision vorgeben, sondern anhand von Beispielen und Grundsätzen aufzeigen, wie eine Vision entwickelt werden kann und damit eine Basis schaffen.

Projektergebnisse werden im Rahmen verschiedener Dialogformate erarbeitet, die Diskussionen werden anhand eines Impulspapiers strukturiert. Das Projekt wird begleitet von einer Arbeitsgruppe ehrenamtlicher Mitglieder der deutschen Akademie der Technikwissenschaften sowie einem Beirat mit hochrangigen Vertreterinnen und Vertretern aus verschiedenen Stakeholdergruppen.

Die HUMBOLDT-VIADRINA Governance Platform führt das Projekt gemeinsam mit acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften durch. Das Projekt wird gefördert von der innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft.

Die Newsmeldung zu der ersten Auftaktveranstaltung finden Sie hier.

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Auftaktveranstaltung: Steuerungstreffen 28.01.2020

Auf der Auftaktveranstaltung am 28. Januar 2020 diskutierten 17 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft, welche Entwicklungen die Energiewende derzeit ausbremsen und wie bestehende Widersprüche und Spannungsfelder überwunden werden könnten. Eine zentrale Frage war, ob dazu eine gemeinsame Vision notwendig sei und wie diese gestaltet werden müsste, um die Mehrheit der Gesellschaft zu motivieren.

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Eröffnet wurde die Veranstaltung von Reinhard F. Hüttl, Vizepräsident von acatech. „Es braucht einen gesellschaftlichen Konsens für eine emissionsarme Zukunft. Wir brauchen eine gemeinsame Vision. Aber diese Vision muss auch erreichbar sein“, erklärte Reinhard Hüttl. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung vertraten verschiedene Auffassungen zum Nutzen einer Vision für die Energiewende. Grundsätzlicher Tenor: Zukunftsbilder können einen wichtigen Beitrag leisten, sofern sie glaubwürdig und vertrauensbildend entwickelt werden. Doch eine einzige Vision allein kann es nicht geben – dafür ist der Wandel zu umfassend und vielschichtig. Die Treibhausgasemissionen in Europa deutlich zu senken, könnte ein gemeinsamer Zielpunkt sein. Der Weg dorthin müsse allen gesellschaftlichen Akteuren jedoch transparent und nachvollziehbar vermittelt werden. „EnVision soll ein Projekt sein, das Mut macht und Angst nimmt“, fasste Pia Haase, eine der Sprecherinnen von Fridays for Future Berlin, zusammen.

Einig waren sich die Teilnehmenden darin, dass die Motivation für Umsetzung der Energiewende auf der lokalen Ebene beginnt. Städte und Kommunen engagieren sich bereits auf vielfältige Weise im Klimaschutz und in der Energieerzeugung vor Ort. Dort kann Bürgerbeteiligung hautnah erlebt werden. Eine Herausforderung besteht jedoch darin, erfolgreiche Projekte in andere Regionen zu übertragen und auch auf Landes- und Bundesebene zu etablieren. Die Voraussetzungen sind teilweise sehr unterschiedlich, die Perspektiven der Bürgerinnen und Bürger von Ort zu Ort verschieden.

„Wir brauchen einen Grundkonsens darüber, was Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität für uns bedeuten“, schloss die Präsidentin der HUMBOLDT-VIADRINA Governance Platform Gesine Schwan. Die halbtägige Veranstaltung wurde von der Grafik- und Kommunikationsagentur Ellery Studio begleitet. In einem „Gallery Walk“ veranschaulichte diese Konfliktfelder der Energiewende, Best-Practice-Beispiele und die Bedeutung von Visionen, um die Teilnehmenden für die Diskussion zu inspirieren.

 

Die vollständige Newsmeldung zu der Auftaktveranstaltung finden Sie hier.

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