Trialoge schaffen einen strukturierten Rahmen, in dem Politik und Verwaltung, Wirtschaft, organisierte Zivilgesellschaft sowie Wissenschaft miteinander ins Gespräch kommen. Sie fördern Verständigung dort, wo komplexe oder konflikthafte Fragestellungen eine Vielfalt an Perspektiven erfordern, eröffnen neue Zugänge zu festgefahrenen Debatten und machen unterschiedliche Interessen, Wissensbestände und Konsenskorridore sichtbar. Trialoge bereiten tragfähige Entscheidungen vor.
Die Berlin Governance Platform hat den Trialog-Ansatz entwickelt und seit 2014 in mehr als 60 Dialogprozessen angewandt und kontinuierlich weiterentwickelt. Diese langjährige Erfahrung fließt in die Konzeption, Moderation und Auswertung jedes Trialogs ein und ermöglicht es uns, das Format passgenau auf unterschiedliche Themen, Akteurskonstellationen und Entscheidungsprozesse auszurichten.

Trialoge sind ein- oder mehrtägige Veranstaltungen mit bis zu 50 Teilnehmenden aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und organisierter Zivilgesellschaft. Im Gegensatz zu einer Podiumsdiskussion wird ein Trialog mit kurzen Inputs und Beiträgen aus der gesamten Gruppe der Teilnehmenden gestaltet. Von zentraler Bedeutung ist die moderierte Diskussion aller Teilnehmenden im Plenum. Wissenschaft und Medien begleiten den Trialog nicht als Stakeholder. Die Wissenschaft bringt ihre Informationen und Einsichten in die Trialoge ein, während die Medien – ohne Namensnennung der Teilnehmenden – für ihre öffentliche Verbreitung sorgen.
Trialoge werden in der Regel aufgezeichnet und transkribiert. Auf Basis des Transkripts erfolgt eine sozialwissenschaftliche Auswertung der Diskussion. Mithilfe einer qualitativen Analyse werden Schnittstellen der Argumente, Problemfelder und Handlungsoptionen herausgearbeitet. Das Ziel besteht darin, Grundkonsenskorridore aufzuzeigen, in denen nachhaltige Entscheidungen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft getroffen werden können. Unter der Beachtung der Chatham House Rule wird die Auswertung des gesamten Trialogprozesses am Ende auf unserer Website veröffentlicht – beispielsweise in Form eines Berichts.
Die Berlin Governance Platform kann auf langjährige Erfahrung in der Organisation von Trialogen zurückblicken. Zu Folgenden Themen wurden bereits Trialoge durchgeführt – oder befinden sich bereits in Planung, wie die Trialog-Reihe zur Erbschaftssteuer:
Trialoge bringen möglichst viele unterschiedliche und mitunter antagonistische Perspektiven zusammen. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Funktionen, Erfahrungen und Machtpotenziale decken die Stakeholder ein breites Spektrum wichtiger gesellschaftlicher Perspektiven ab.
Die Teilnehmer:innen der Trialoge begründen ihre Positionen in der Diskussion und stellen einen Bezug zu vorher genannten Argumenten her. Das bildet die Grundlage für Verständigung und Perspektivenwechsel, sodass der Diskurs auch neue Richtungen einnehmen und neue Gemeinsamkeiten entdecken kann. Die Trialoge finden unter Beachtung der Chatham House Rule statt und schaffen einen vertraulichen Raum.
Wir legen großen Wert darauf, dass die Ergebnisse eines Trialogs nachvollziehbar sind und Prozesse für nachhaltige Entscheidungen unterstützen. Deshalb ist die gründliche Aufbereitung der Trialog-Diskussion essentieller Bestandteil unseres Trialog-Konzepts. Über eine wissenschaftliche Auswertung des Transkripts ermitteln wir die Schnittstellen der unterschiedlichen Argumentationen und identifizieren Grundkonsenskorridore, in denen nachhaltige Entscheidungen vorbereitet werden können.

Ein Trialog ist eine ein- oder mehrtägige Veranstaltungen mit ca. 30-50 Teilnehmer:innen aus den Stakeholdergruppen Politik und Verwaltung, Wirtschaft und organisierter Zivilgesellschaft. Ein Trialog dauert in der Regel acht Stunden (9:00-17:00 Uhr). Je nach Komplexität des Themas ist eine Reihe von mehreren Trialogveranstaltungen mit jeweils unterschiedlichem Themenfokus möglich.
Ein Trialog kann zu vielfältigen Themen veranstaltet werden. Generell sollte es sich um ein Thema handeln, das gesamtgesellschaftliche Relevanz aufweist. Im Zuge von abgeschlossenen Trialogen wurden Themen wie Energiewende, Stadtentwicklung, Arbeit und Familie, die Zukunft der Demokratie oder Fragen des sozialen Zusammenhalts behandelt.
Für die Umsetzung eines Trialogs braucht es mindestens eine Person, die bei der Vorbereitung eng mit uns als Team zusammenarbeitet. Die Dokumentation und Moderation erfolgt in der Regel durch Mitarbeiter:innen der Berlin Governance Platform. Falls gewünscht, ist über unsere Wissensatlanten eine interaktive Dokumentation der Diskussionsergebnisse möglich.
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