Deutschland steht vor grundlegenden Verteilungsfragen, die weit über das Steuerrecht hinausgehen. Die Trialog-Reihe zur Reform der Erbschaftssteuer bringt deshalb hochrangige Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft zusammen. Dabei geht es nicht nur darum, Leitlinien für eine tragfähige Reform zu entwickeln, sondern auch, innovative Wege demokratischer Verständigung aufzuzeigen.
Mit der zu Ende dieses Jahres erwarteten Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Erbschaftssteuer öffnet sich ein politisches Zeitfenster. Die Frage ist daher nicht, ob die Erbschaftssteuer reformiert wird. Die Frage ist, ob es vorher gelingt, gemeinsame Maßstäbe dafür zu entwickeln, was eine gerechte, wirtschaftlich tragfähige und gemeinwohlorientierte Reform auszeichnet.
Die Trialog-Reihe versteht sich vor diesem Hintergrund als Beitrag zur Reformfähigkeit unserer Demokratie in Zeiten zunehmender Polarisierung. Im Zentrum steht daher die demokratiepolitische Frage: Wie können Demokratien auch bei hoch umstrittenen Fragen handlungs- und reformfähig bleiben? Gerade die Erbschaftsteuer berührt zentrale Fragen von Leistung, Eigentum, Chancengerechtigkeit, Unternehmertum, Familienunternehmen und gesellschaftlichem Zusammenhalt. Entsprechend verhärten sich die Positionen häufig frühzeitig und es wird immer schwieriger, über solche Fragen jenseits von Polarisierung, parteipolitischen Reflexen und öffentlichen Zuspitzungen ins Gespräch zu kommen.
Hier setzt die Trialog-Reihe an: Sie soll zeigen, dass auch bei kontroversen Verteilungsfragen Verständigung möglich ist, wenn unterschiedliche Akteure bereit sind, ihre Perspektiven einzubringen, zuzuhören und gemeinsam nach Lösungen zu suchen, die dem Gemeinwohl dienen. Im geschützten Raum bringen wir deshalb rund 50 Persönlichkeiten aus Politik und Verwaltung, Wirtschaft, organisierter Zivilgesellschaft und Wissenschaft zusammen, um miteinander statt übereinander zu sprechen.
07/2026 – 03/2027
Private Spender:innen
Im Verlauf von vier Sitzungen werden gemeinsame Kriterien, Leitlinien und Orientierungspunkte für eine Reform entwickelt, die rechtlich tragfähig, wirtschaftlich verantwortbar und gesellschaftlich akzeptiert ist. Am Ende des Prozesses steht eine gemeinsame Erklärung, die in die politische und öffentliche Debatte eingebracht wird und Orientierung für die anstehenden Reformentscheidungen bietet.
Das Besondere des Formats besteht darin, dass wir einen sonst kaum vorhandenen Raum für Offenheit, Lernen und das Finden von gemeinwohlorientierten Lösungen schaffen. Selbst in hoch polarisierten Debatten entstehen dadurch Verständigungs- und Empfehlungskorridore, die auf dem üblichen politischen und öffentlichen Weg häufig unsichtbar bleiben. So stärken wir auch das Vertrauen in die Lösungsfähigkeit der Demokratie.
Sie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Facebook. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Instagram. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von X. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen