Städte für Bürger*innen – Zivilgesellschaftliche Partizipation in Berlin und Minsk

Städte für Bürger*innen - Zivilgesellschaftliche Partizipation in Berlin und Minsk

Ein Handbuch für die Zivilgesellschaft, um Partizipation in der Stadtentwicklung in Berlin und Minsk umzusetzen.

 


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Das Handbuch versteht sich als Leitfaden für die Zivilgesellschaft. Wir fassen die besonderen Möglichkeiten der Städte zusammen, das soziale Miteinander zu gestalten. Wir erklären die aktuelle politische Situation beider Städte anhand der “Ebenen der Partizipation”, um die wichtigen Entscheidungsträger zu erreichen. Danach beschäftigen wir uns mit vier wesentlichen Punkten, die der Zivilgesellschaft in Partizipationsprozessen Mut gibt:

1) Information

2) Politische Einforderung

3) Stakeholder-Austausch

4) Soziale Innovationen. 

 


Zusammenfassung

HVGP AABelarus Broschüre Veröffentlichung Inhalt kleine Version 1 - Städte für Bürger*innen - Zivilgesellschaftliche Partizipation in Berlin und Minsk

Im Austausch zwischen den Städten Minsk und Berlin entstand die Publikation „Städte für Bürger*innen“, um die Zivilgesellschaft in ihrer Arbeit als Initiatoren von partizipativer Stadtentwicklung zu unterstützen. Das Handbuch fasst die politischen Mechanismen der Stadtentwicklung in Minsk und Berlin zusammen und nennt vier Elemente, um gelungene Partizipationsprozesse zu implementieren. Die Inhalte werden durch Zitate von Akteuren aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Politik unterstützt und mit Grafiken veranschaulicht.

Zusätzlich zu den inhaltlichen Schwerpunkten werden die Etappen des Projektes „Zukunft der Stadt“ erläutert, in dessen Rahmen die Broschüre entstanden ist. Zum Schluss wird das Trialoge®Veranstaltungsformat vorgestellt, welches im Projekt zur Verständigung der Berliner und Minsker Akteure genutzt wurde. Als Referenz sind alle relevanten Organisationen in Deutschland und Belarus, die im Laufe des Projektes beteiligt waren, sind mit dem entsprechendem Link auf der Rückseite der Broschüre aufgelistet. Weiterhin bietet die Broschüre Links zu relevanten politischen Informationen in beiden Ländern an und benennt Datenbänke zu Partizipationsmethoden und Publikationen zu Forschungsprojekten, die soziale Innovationen in Städten erprobt haben.

Städte als Orte des Wandels

Die Publikation setzt voraus, dass Städte intensive Räume der sozialen Gestaltung sind. Hier manifestieren sich die Grundideen der sozialen Ordnung und ergeben sich Möglichkeiten, starre Strukturen zu hinterfragen und neu zu erfinden. Weltweit findet Urbanisierung statt. Das Leben in den Städten bedeutet, mit vielen Herausforderungen wie Bevölkerungsdichte, Lärm- und Luftverschmutzung und klimatischen Veränderungen umgehen zu müssen. Städte können aber auch als Vorreiter dienen, das zukünftige Zusammenleben positiv zu beeinflussen und den vielen Problemen zu begegnen. Partizipation der Bevölkerung im Städtebau kann somit zu einer Verbesserung der Lebensumstände führen.

Als wachsende Städte stehen Minsk und Berlin vor einer Auseinandersetzung mit diesen Grundprinzipien: wie können beide Städte nachhaltig wachsen und dabei die Bedürfnisse der Bevölkerung mitdenken? Verschiedene Partizipationsprozesse wie z.B. die Leitlinien der Senatsverwaltung und die Ekograd”-Bewegung in Minsk erproben partizipative Stadtentwicklung. Im Sinne dieser Entwicklung dient die Broschüre als Stärkung der Zivilgesellschaft, sich für transparente Partizipation einzusetzen.

Ebenen der Partizipation

HVGP AABelarus Ebenen der Partizipation Klein - Städte für Bürger*innen - Zivilgesellschaftliche Partizipation in Berlin und Minsk

Die verschiedenen Ebenen der Stadtpolitik Stadt – Bezirk – Quartier werden beschrieben, damit eine Unterscheidung der Rechtsgrundlage bei den jeweiligen Bauvorhaben verständlich wird. Ob an einem bestimmten Ort, in einer Nachbarschaft oder auf städtischer Ebenen diskutiert werden soll, hängt davon ab, in welchem Umfang das Bauvorhaben vorgesehen ist. Dieses Vorwissen ist wichtig, um die verantwortlichen politischen und wirtschaftlichen Akteure zu kontaktieren und mit einzubeziehen.

Elemente für gelungene Partizipation

Wie können sich zivilgesellschaftliche Akteure besser im politischen Feld positionieren? Was können sie einfordern und was sollten sie tun, um Partizipationsprozesse zu initiieren? Diese Fragen werden in vier Elementen beantwortet:

HVGP AABelarus Elemente für Partizipation - Städte für Bürger*innen - Zivilgesellschaftliche Partizipation in Berlin und Minsk

Auf der einen Seite muss die (organisierte) Zivilgesellschaft sich 1) frühzeitig informieren und Informationen einfordern sowie 2) Entscheidungsspielräume und transparente Ergebnisse der Politik einfordernIn Bezug auf anderen Akteuren kann sich die (organisierte) Zivilgesellschaft proaktiv
verhalten und 3) Austausch und Verständigung stärken, oder 4) soziale Innovationen entwickeln, die das Zusammenleben stärken.

Schlusswort

Obwohl sich Minsk und Berlin in ihren politischen Grundsystemen unterscheiden, stehen beide Städte vor ähnlichen Herausforderungen. Diese Broschüre unterstützt die Zivilgesellschaft in Minsk und Berlin, proaktiv zu handeln. Um Lebensräume gemeinsam zu gestalten.

 


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Städte für Bürger innen 1 - Städte für Bürger*innen - Zivilgesellschaftliche Partizipation in Berlin und Minsk

 

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Datum: 19.03.2020
Autor: Melanie Kryst, Milena Kula
Sprache: Deutsch